News - Computer PC Doktor Hilfe Support Winterthur, Frauenfeld und Umgebung

PC Doktor Multimediacom Jordi

IT Service von A - Z
Alles aus einer Hand
zu erschwinglichen Preisen

Service - Qualität - Preis
Direkt zum Seiteninhalt
comments powered by Disqus

kompetentverlässlichgünstig

PGP: Verschlüsselung von E-Mails – so (einfach) gehts

Computer PC Doktor Hilfe Support Winterthur, Frauenfeld und Umgebung
Veröffentlicht von in Sicherheit · 23 Juli 2018
Tags: PNGverschlüsselung
Auch  Geheimdienste wie die NSA oder CIA machen sich erst über die leicht  zugänglichen Daten her, bevor sie sich die Mühe machen, besser  geschützte Konversationen zu knacken. Verschlüsselung wirkt also, wie  etwa der IT-Security-Guru Bruce Schneier schon ausführte. So hätten die  Snowden-Papers gezeigt, dass die Schlapphüte sich lieber über  Yahoo-Mails hermachten als über Gmail-Anwender, obwohl das Webmail von  Google weitaus mehr Anwender hat. Der Grund ist einfach: Gmail  verwendete bereits standardmässig ein Kryptoverfahren, während dies bei  Yahoo nicht der Fall war.

Trotz dieser Erkenntnis verzichten nach wie vor  viele Anwender im täglichen Gebrauch auf Verschlüsselungsverfahren.  Besonders frappant ist dies beim Versand von Mails. Hier schicken die  meisten Zeitgenossen ihre Mails komplett offen lesbar durch die  Weltgeschichte. Selbst sensible persönliche und geschäftliche  Botschaften werden so wie Postkarten weitergereicht.

Vor der konsequenten Mailverschlüsselung  schrecken aber viele zurück. Die Argumente lauten: Das Kryptieren mit  PGP ist zu kompliziert, die Nutzung von ProtonMail zu umständlich, da  nur webbasiert, oder Services wie die ebenfalls helvetische, aber  kostenpflichtige PEP ist in der Gratiswelt des Internets zu teuer.

Zumindest das erste Argument, dass  Gratisverschlüsselung mit PGP zu kompliziert ist, kann teilweise  entkräftet werden. Die Pakete, die für den Einsatz von PGP zur Verfügung  stehen, sind mittlerweile um einiges einfacher zu bedienen – sowohl  unter Windows als auch unter macOS.

PGP in Outlook einrichten
Um Mails verschlüsselt mit Outlook (und mit  anderen Mailprogrammen wie beispielsweise Thunderbird) zu verschicken,  muss zunächst das kostenlose Software-Paket Gpg4win  heruntergeladen werden. Dabei handelt es sich um eine quelloffene  GnuPG-Distribution für Windows, welche die beiden  Verschlüsselungsverfahren OpenPGP und S/Mime verwendet. Es enthält die  Verschlüsselungs-Software GnuPG (Gnu is not Unix Privacy Guard) sowie  das Schlüsselverwaltungsprogramm Kleopatra und das Outlook-Plug-in GpgOL  (ab Outlook 2003).
Bei der Installation muss darauf geachtet werden, dass auch das Outlook-Plug-in mit eingerichtet wird

Nach erfolgter Installation muss man sich erst  einmal um den eigenen Schlüssel kümmern. Hierzu dient das Hilfsprogramm  Kleopatra. Unter dem Menüpunkt Datei kann ein neues Schlüsselpaar  generiert werden für die eigene E-Mail-Adresse. Wichtig sind hier zwei  Dinge. Die Passphrase, die man sich für den geheimen Schlüssel ausdenkt,  sollte man sich gut merken oder an einem sicheren Ort aufbewahren. Das  Gleiche gilt für das File, in dem sich der geheime, nicht öffentliche  Key befindet. Denn nur mit diesem lassen sich Meldungen, die einem  verschlüsselt geschickt werden, später dechiffrieren.

Die Schlüsselverwaltung in Kleopatra

In Kleopatra lassen sich auch mögliche  Mailpartner erkunden, die dort ihren öffentlichen Schlüssel publiziert  haben. Das Problem dabei: Die wenigsten Zeitgenossen haben PGP  implementiert und ihren Public Key derart veröffentlicht.

Die erste verschlüsselte Mail
Hat man einmal seinen eigenen Key angelegt und  eventuelle öffentliche Schlüssel von Mailpartnern in Kleopatra  importiert, kann man sich an das Verschicken der ersten chiffrierten  Mail in Outlook machen. Bei der Installation des Gpg4win-Pakets sollte  eigentlich die Erweiterung GpgOL für Outlook bereits eingerichtet worden  sein. Alternativ lässt sich das Outlook-Privacy-Plug-in installieren, das hier erhältlich ist.  Wer nun das Mailprogramm öffnet, verfügt über einen GpgOL-Reiter. Wird  dieser angeklickt, erhält man Icons zum Signieren und Verschlüsseln der  Mails. Dabei wird jeweils die PGP-Passphrase abgefragt.

Bei der Verschlüsselung in Outlook wird die Passphrase abgefragt
       
Dass wirklich etwas passiert mit den Schlüsseln, kann man  etwa überprüfen, indem man die verschlüsselte Mail an ein Konto  verschickt, das über eine Weboberfläche verfügt, die mit PGP nichts  anzufangen weiss. Hier erscheint dann im Meldungsfenster nur  alphanumerischer Salat. Gut zu wissen: Nicht mehr als dies bekommen auch  all jene zu Gesicht, die sich schnüffelnd in den Mailverkehr einklinken  wollen.

Schnüffler haben keine Chance: die soeben verschlüsselte Mail im Bluewin-Webmail

Gpg4win verfügt übrigens über eine sehr ausführliche  Dokumentation auf Deutsch und Englisch, die jeden Schritt erklärt. Sie  wird bei der Installation als PDF mitgeliefert. Alternativ lässt sich  das Benutzerkompendium online herunterladen oder im HTML-Format konsultieren.



Copyright © 2018 Multimediacom | All Rights Reserved
Design by Multimediacom.org  | Modified by Multimediacom.org

Zurück zum Seiteninhalt